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Terminhinweis

11. Oktober 2017
17 Uhr
Vorstandssitzung
Ort: Ernst Reuter-Haus,
Bürgelstraße 1,
39104 Magdeburg

AG “Selbst Aktiv” Landesverband Sachsen-Anhalt, Menschen mit Behinderungen in der SPD

Emanzipation, soziale Teilhabe und soziale Sicherung sind die drei Säulen, die nach CDU Gegenüberstellung Eckpunkte sozialdemokratischer Politik sind. Auf diese Zuweisung sind wir stolz und sehen uns als personalisierte Teilhabesäule dieses Dreiklangs. Weiterlesen »

AG Selbst Aktiv Sachsen-Anhalt:

  • Menschen mit Behinderungen müssen sich nicht mehr der Gesellschaft anpassen, sie sind ein selbstverständlicher Teil und bestimmen gleichberechtigt die Gesellschaft für ein selbst bestimmtes Leben mit!

  • Sie stehen für Partizipation, sind Kompetenzträger, gelten als Experten in der eigenen Sache und stehen für Chancengleichheit ohne Diskriminierung für gerechte, soziale Teilhabe auf allen gesellschaftlichen Ebenen in unserer Gesellschaft

    Wir wollen aktiv dabei sein, mitbestimmen!

Veröffentlicht: 15.09.2017 unter AG Selbst Aktiv Sachsen-Anhalt, selbstaktiv.de

Es wird endlich Zeit für einen inklusiven Arbeitsmarkt!

Menschen mit Behinderungen sind die großen Verlierer des oft gefeierten „Jobwunders”

Nadine Wettstein, Freie Dozentin und Beraterin für Inklusion hatte am 14.September zu einer Veranstaltung „Inklusion und Arbeit“ ins Tagungszentrum der IHK Halle-Dessau eingeladen.
In ihrem Impulsvortrag appellierte sie eindringlich Arbeitgeber zu sensibilisieren, Interesse für sozialversicherungspflichtige Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen zu wecken.
Dabei verwies Frau Wettstein auf das von der Aktion Mensch initiierte Inklusionsbarometer, wo allgemeine Arbeitslosigkeit inzwischen stagniert, aber die Arbeitslosenquote der Menschen mit Behinderungen immer noch bei 13,4 Prozent liegt.
Dies bedeute, dass Menschen mit Beeinträchtigungen im Durchschnitt 367 Tage im Jahr nach einem passenden Beschäftigungsfeld suchen müssen. Das unterstreicht den hieraus resultierenden gesellschaftlichen Handlungsbedarf. Für schwerbehinderte Menschen sind die Risiken am Arbeitsmarkt besonders hoch. Sie sind häufiger arbeitslos und besonders von Langzeitarbeitslosigkeit und Hartz IV-Bedürftigkeit bedroht.

Warum das so ist wird in der anschließenden Podiumsdiskussion, an der sich auch unsere Selbsttaktivisten Olaf Schmiedeck und Andre` Thiel beteiligen deutlich.
Sie berichteten von ihren jeweiligen Arbeitsfeldern, dass Unternehmen zunächst einmal davor zurückschrecken, Menschen einzustellen, die auf besondere Unterstützung angewiesen sind.
„Zu viele Unternehmen sind nicht ausreichend über die Förderleistungen informiert, die sie erhalten können, wenn sie Menschen mit einem Handicap einstellen“, so die Wahrnehmung von Olaf Schmiedeck.
„Eigentlich ist es gut, dass es noch Werkstätten gibt, wo Menschen mit Mehrfachbehinderungen arbeiten können. Dennoch möchte ich meinen Unmut darüber äußern, dass ich in einer 30 Stundenwoche in meinem Betätigungsfeld als ausgebildete Bürohilfe nur ein monatliches Einkommen von ca.180 Euro beziehe. Das ist in meinen Augen diskriminierend“. Im Grunde muss auch in einer WfbM der Mindestlohn gezahlt werden“!

Selbstbestimmung und Zugang zum gesellschaftlichen Alltag finden über Jobs auf dem ersten Arbeitsmarkt statt. Hier stehen Menschen mit Handicap zu oft vor verschlossenen Pforten.
Mit der zweiten Stufe des BTHG, wo ab 1.Januar u.a. das Budget für Arbeit seine Umsetzung findet, sollen Beschäftigte aus den Werkstätten die Möglichkeit erhalten einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt nachzugehen.
Stellt sich nur die Frage in den Raum, welche Maßnahmen, Wege und niedrig-schwellige Angebote der Verwaltung, Sozialagentur in Sachsen-Anhalt hierfür aufgezeigt werden können.

Menschen mit Behinderungen sind die großen Verlierer des oft gefeierten „Jobwunders”, Die manifestiert hohe Arbeitslosigkeit unter Schwerbehinderten von etwa 14 Prozent zeigt, dass unsere Gesellschaft nach wie vor einer Herkulesaufgabe steht.

Frau Wettstein stellt getreu ihrem Motto: „Vielfalt leben-Potentiale fördern“ zusammenfassend fest:
“Die Verantwortung für eine inklusive Gesellschaft muss gemeinsam getragen werden.
Inklusion ist ein Menschenrecht. Und weil es ein Menschenrecht ist geht es uns auch alle an!”

Inklusion u. Arbeit 2017-09-14 at 10.51.54 WhatsApp Image 2017-09-14 at 13.04.48Fotos Katrin Gensecke

Katrin Gensecke

Landesvorsitzende AG Selbst Aktiv
Menschen mit Behinderung in der SPD
Stellvertretende Bundesvorsitzende

Veröffentlicht: 15.09.2017 unter AG Selbst Aktiv Sachsen-Anhalt, selbstaktiv.de

SPD legt Wahlprogramm in Gebärdensprache vor

Pressemitteilung anlässlich der Konferenz der Landes- und Bezirksvorsitzenden von Selbst Aktiv:

SPD legt Wahlprogramm in Gebärdensprache vor – barrierefrei für alle heißt eine Version in leicht lesbarer Form, eine Hörversion für Blinde und jetzt auch das Programm in Gebärdensprache von der SPD komplett vorgelegt.

Die Landes- und Bezirksvorsitzenden begrüßen den jetzigen Dreiklang der SPD Wahlinformationen sowohl in leicht lesbarer Form wie auch als CD für Blinde und Sehbehinderte, erstmalig auch als Gebärdenfilm zum Herunterladen. „Ein klares Signal zur politischen Teilhabe und Mitentscheidung von uns behinderten Menschen jetzt zur bevorstehenden Bundestagswahl“ erklären die Landes- und Bezirksvorsitzenden übereinstimmend.

„Ebenfalls wird hervorgehoben, dass die Wahlrechtsausschlüsse zulasten der Menschen mit Behinderung in der kommenden Legislaturperiode von der SPD abgeschafft werden sollen“, so Karl Finke.

Erst informieren, dann Politikerinnen und Politiker befragen, um dann eigenständig zu wählen. „Wir fordern nicht nur alle Menschen mit einer Behinderung auf: Nutzen Sie die Wahlinformationen in leicht lesbarer Form sowie für Blinde und Hörgeschädigte in der für Sie erforderlichen Vorlage – und gehen Sie zur Wahl. Nutzen Sie das aktive Wahlrecht – wählen Sie selbst, sehen Sie aber auch, ob Menschen mit einer Behinderung im Rahmen des passiven Wahlrechts selbst zur Wahl stehen“ so die Landes- und Bezirksvorsitzenden. Selbst Aktiv fordert alle Bürgerinnen und Bürger aber insbesondere die Menschen mit Behinderung auf: Wählen ist Bürgerrecht, Bürgerrechte sollen alle nutzen, wir auch.

Veröffentlicht: 11.09.2017 unter AG Selbst Aktiv Sachsen-Anhalt, selbstaktiv.de

“Wählen ist ein Grundrecht“ – Appell für barrierefreie Bundestagswahlen am 24. September 2017

Die Arbeitsgemeinschaft „Selbst Aktiv – Menschen mit Behinderungen in der SPD”, richtet ihren Appell an die Verantwortlichen in den Städten und Gemeinden für barrierefreie Wahllokale zu sorgen. In Sachsen-Anhalt leben ca. 9 Prozent aller Menschen mir einer anerkannten Schwerbehinderung. Noch zu häufig sind Menschen mit Behinderungen vom Gang zur Wahlurne ausgeschlossen, weil sie diese nicht barrierefrei erreichen können und /oder der Zugang zum Wahllokal für Menschen mit Gehbehinderung z.B. durch Treppen nicht möglich ist.

Dabei möchten wir auf die Umsetzung des Artikels 29 der UN-Behindertenrechtskonvention hinweisen, der behinderten Menschen die politische Partizipation und somit die Teilhabe am politischen Diskurs ermöglichen soll.

Blinde und sehbehinderten Menschen in Sachsen-Anhalt können frei und selbstbestimmt wählen gehen, denn ihnen helfen sogenannte Wahlschablonen bei der Stimmabgabe zur Bundestagswahl am 24. September 2017.
Diese Wahlschablonen können beim Blinden- und Sehbehinderten-Verband Sachsen-Anhalt e.V. angefordert werden. Der Verein stellt diese zur Verfügung, das ist ein Beispiel dafür, wie Inklusion gelingen kann!

Bedauerlicherweise können immer noch nicht alle Menschen mit Behinderungen von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen.

Die bisherigen Regelungen widersprechen den Zielen der UN-Behindertenrechtskonvention für eine inklusive Gesellschaft, der die Wahlrechtsausschlüsse nach § 13 Nr. 2 und 3 Bundeswahlgesetz endlich abschafft.

Die SPD Bundestagsfraktion hat dazu am 24. Januar 2017 ein Positionspapier und einen Gesetzesentwurf beschlossen, der diese Wahlrechtsausschlüsse abschaffen soll.

Die CDU/CSU-Fraktion als Koalitionspartner hat dieses Vorhaben leider blockiert.

Diese Blockade muss dringend aufgebrochen werden, damit alle Menschen frei und selbstbestimmt wählen können.
Des weiteren erscheint wichtig zu prüfen, ob genügend Wahlinformationen in Leichter Sprache vorhanden sind.

Die SPD stellt ihr Wahlprogramm zur Bundestagswahl in Leichter Sprache unter dem Link zur Verfügung.

Katrin Gensecke

Landesvorsitzende AG Selbst Aktiv
Menschen mit Behinderung in der SPD
Stellvertretende Bundesvorsitzende