AG Selbst Aktiv Sachsen-Anhalt stellt sich neu auf: Katrin Gensecke und Jörg Polster bilden künftig die Doppelspitze

Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt setzt die Arbeitsgemeinschaft auf eine stärkere politische Präsenz, klare Forderungen und eine hörbare Stimme für Menschen mit Behinderungen.

Magdeburg, 12. Oktober 2026

Die Arbeitsgemeinschaft Selbst Aktiv Sachsen-Anhalt hat am 8. Oktober 2026 eine neue Doppelspitze gewählt. Mit Katrin Gensecke und Jörg Polster übernehmen zwei engagierte Persönlichkeiten für die kommenden zwei Jahre gemeinsam die Führung der Arbeitsgemeinschaft. Zusammen mit dem gewählten Vorstand wollen sie sich verstärkt für die Rechte, die gesellschaftliche Teilhabe und die politische Mitbestimmung von Menschen mit Behinderungen einsetzen.

Eine besondere und erfreuliche Überraschung war die Teilnahme des Co-Bundesvorsitzenden der AG Selbst Aktiv, Karl Finke, der die Veranstaltung persönlich begleitete und die Moderation der Vorstandswahl unterstützte. Seine Anwesenheit unterstrich die enge Verbundenheit zwischen Bundes- und Landesebene und wurde von den Teilnehmenden als Zeichen der Wertschätzung und Unterstützung wahrgenommen.

Gerade jetzt müssen wir aktiver und lauter werden

Die Neuwahl des Vorstandes fällt in eine politisch bedeutsame Zeit. Das Ergebnis der Landtagswahl vom 6. September 2026 hat die politischen Kräfteverhältnisse in Sachsen-Anhalt deutlich verändert. Gerade vor diesem Hintergrund sieht die AG Selbst Aktiv eine besondere Verantwortung, sich noch entschlossener für Demokratie, Vielfalt, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die uneingeschränkten Rechte von Menschen mit Behinderungen einzusetzen.

Menschen mit Behinderungen dürfen in politischen Diskussionen nicht übersehen werden. Ihre Anliegen gehören in die Mitte der Gesellschaft und müssen bei politischen Entscheidungen von Anfang an berücksichtigt werden. Inklusion ist kein freiwilliges Entgegenkommen, sondern ein Menschenrecht, das sich aus der UN-Behindertenrechtskonvention ergibt.

Die neue Doppelspitze ist sich deshalb einig: Die AG Selbst Aktiv muss künftig sichtbarer, aktiver und vor allem lauter werden. Es reicht nicht aus, auf bestehende Missstände hinzuweisen. Vielmehr müssen konkrete Veränderungen eingefordert, politische Entwicklungen kritisch begleitet und die Interessen der Betroffenen selbstbewusst vertreten werden.

Klare Ziele für die kommenden zwei Jahre

Im Mittelpunkt der zukünftigen Arbeit stehen der konsequente Abbau gesellschaftlicher Barrieren, die Verbesserung der Teilhabe am Arbeitsleben, die Sicherung einer bedarfsgerechten Gesundheitsversorgung sowie der Ausbau barrierefreier Mobilität, Bildung und öffentlicher Infrastruktur.

Ein besonderes Augenmerk gilt der politischen Mitbestimmung von Menschen mit Behinderungen. Entscheidungen, die ihr Leben unmittelbar betreffen, dürfen nicht ohne ihre Beteiligung getroffen werden. Der Grundsatz „Nichts über uns ohne uns“ soll deshalb noch stärker zum Maßstab politischen Handelns werden.

Ebenso will sich die Arbeitsgemeinschaft für den Schutz vor Diskriminierung, für selbstbestimmtes Leben, eine verlässliche persönliche Assistenz und die Stärkung der Schwerbehindertenvertretungen einsetzen. Auch die zunehmende soziale Unsicherheit, Altersarmut und die besonderen Herausforderungen von Menschen mit unsichtbaren Behinderungen sollen stärker in den politischen Fokus rücken.

Darüber hinaus strebt die AG Selbst Aktiv eine intensivere Zusammenarbeit mit Behindertenverbänden, Selbsthilfeorganisationen, Gewerkschaften, politischen Entscheidungsträgern und gesellschaftlichen Initiativen an. Ziel ist es, gemeinsame Forderungen zu entwickeln und diesen in der Öffentlichkeit sowie gegenüber der Landespolitik mehr Nachdruck zu verleihen.

Inklusion braucht Haltung, Mut und eine starke Stimme

Für die neue Doppelspitze steht fest, dass politische Teilhabe und gesellschaftliche Gleichberechtigung immer wieder aktiv eingefordert und verteidigt werden müssen. Insbesondere in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung ist es notwendig, Menschenwürde, Solidarität und demokratische Grundwerte entschieden zu vertreten.

„Wir dürfen nicht zulassen, dass Menschen mit Behinderungen in politischen Debatten an den Rand gedrängt werden. Unsere Stimmen müssen gehört werden, unsere Rechte müssen geschützt und unsere Anliegen endlich mit der notwendigen Konsequenz umgesetzt werden. Gerade nach dieser Landtagswahl müssen wir als AG Selbst Aktiv noch aktiver, sichtbarer und lauter werden. Wir wollen nicht nur über Inklusion sprechen, sondern konkrete Veränderungen erreichen.“

Die Arbeitsgemeinschaft versteht sich dabei nicht allein als Interessenvertretung innerhalb der SPD, sondern ebenso als Ansprechpartnerin für Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen sowie als engagierte Stimme für eine inklusive Gesellschaft. Mit der neu gewählten Doppelspitze und dem Vorstand will die AG Selbst Aktiv Sachsen-Anhalt in den kommenden zwei Jahren neue Impulse setzen, ihre politische Arbeit intensivieren und deutlich machen, dass die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen kein Randthema, sondern eine grundlegende Voraussetzung für eine lebendige und gerechte Demokratie ist.

Denn eines ist klar: Inklusion darf nicht nur ein politisches Versprechen bleiben. Sie muss endlich gelebte Wirklichkeit werden.

AG Selbst Aktiv Sachsen-Anhalt
Arbeitsgemeinschaft für Selbst Aktiv – Menschen mit Behinderungen in der SPD