selbstaktiv.de

Veröffentlicht: 19.05.2014 unter AG Selbst Aktiv Sachsen-Anhalt, selbstaktiv.de

Die Selbst Aktivisten stehen auf den Listen zur Kommunalwahl!

Behinderte Menschen auf Wahllisten sind immer noch ein eher seltenes Bild. Einen  Platz auf  vorderen  Listenplätzen  einzunehmen,  gilt dann schon als „Lotteriegewinn“!

Im Rahmen der Kommunalwahlen am 25. Mai 2014  streben wir  Kompetenzübertragung und Selbstvertretung behinderter Menschen in politischen Gremien zur Stärkung von Mandaten und Funktionen in Parlamenten an.

Die AG Selbst Aktiv wird   mit  Selbstbewusstsein und behindertenpolitischen   Inhalten , den Weg in Kreistag, Stadtrat,/Gemeinderat  gehen . Behinderte Menschen, die sich politisch engagieren ,arbeiten effektiv und  mit gleichen Intentionen, wie Menschen ohne Behinderungen. Sie gelten als Bereicherung und  wir werden uns nicht politisch aus grenzen lassen, welches die rege Zahl an Kandidaten auf den Listen beweisen lässt.
Wir kämpfen für die Belange von Menschen mit Behinderungen, kennen am besten deren Probleme und Hürden, die such ihnen in den Weg stellen  und können  als Kompetenzträger für ihre Rechte uns einsetzen.

Unsere Kandidaten

Katrin Gensecke  Landkreis Börde – Kreistag

Peter Marx   Halberstadt  – Stadtrat / Kreistag

Olaf Schmiedeck  Ilsenburg – Stadtrat

Siegfried Merkel   Aken – Stadtrat / Kreistag

Andreas Poppe   Magdeburg – Stadtrat

Bernd Peters       Harzkreis- Kreistag

Ortschaftsrat Darlingerode

Angelika Engel  Jerichower Land- Kreistag

Ronny Noske   Burgenlandkreis- Kreistag

Jörg Lahn, Jerichower Land- Kreistag

Gemeinderat Möser

Ortschaftsrat Schermen

( Text: K. Gensecke,

Fotos: P. Marx, Bernd Peters )

Veröffentlicht: 11.05.2014 unter AG Selbst Aktiv Sachsen-Anhalt, selbstaktiv.de, SPD Sachsen-Anhalt

Selbst Aktiv auf Einladung bei der Lebenshilfe Mansfelder Land e. V. Lutherstadt Eisleben

Kaum eine Stimme erhebt sich gegen die „Vision“ einer inklusiven Gesellschaft.

Die Debatte darüber lebt auf Hochkonjunktur, egal ob in der Politik, Öffentlichkeit, Sozialer Dienste und der Wissenschaft.

Im Artikel 27 der UN-BRK wird als zweite Leitidee benannt, so wenig Sonderarbeitsplätze wie möglich“ und „Anzustreben ist eine inklusive Arbeitswelt“…….

Werkstätten für Menschen mit Behinderung und  die Umsetzung der UN-BRK- Eigentlich ein klarer Widerspruch.

Die AG Selbst Aktiv folgte gern der Einladung und wollte einige Details hierzu in Erfahrung bringen.

In einer sehr offenen und ehrlich geführten Gesprächsrunde konnten sich die Selbst Aktiven, am 7. Mai 2014 davon überzeugen, wie vor Ort Belange von Menschen mit Behinderungen unterstützt und nachhaltig organisiert werden.

Nicole Kühnhold, geschäftsführende Vorständin berichtete über die breite Palette an Leistungsangeboten für die Beschäftigungsvielfalt in der Werkstatt.

Mit großem Stolz artikuliert sie die Erfolge in der Heilpädagogischen Frühförderung.

Viele Kinder profitierten durch therapeutisches Angebot und konnten somit in fließendem Übergang an einer regulären Schule unterrichtet werden.

Stefan Gebhardt ( Aufsichtsratsvorsitzender) ergänzt und weist auf auf die Wichtigkeit und Vielfalt jedes Einzelnen hin.

„Wir praktizieren die Einbeziehung aller, aber respektieren auch einfach nur die Person, die unterschiedliche Bedürfnisse aufweist. Individuell müssen wir für sie die Freiräume schaffen“.

„Von jetzt auf sofort“ können wir nicht für alle auf dem Ersten Arbeitsmarkt Chancengleichheit einräumen.

Deutschland hat zu lange exklusiv gelebt und die Barrieren in den Köpfen sind die Steine auf dem Weg zur inklusiven Gesellschaft. Bedeutend sind Ausbildung und Berufsbildungsabschlüsse. Zertifikate für Abschlüsse in Werkstätten sind ein Schritt , um Zugangshürden auf dem Arbeitsmarkt zu senken, allerdings unterliegen sie keiner Zertifizierung der IHK ,

Selbst Aktiv im Gespräch

Weiterlesen »

Veröffentlicht: 05.05.2014 unter AG Selbst Aktiv Sachsen-Anhalt, selbstaktiv.de

5. Mai Europäische Protestveranstaltung in Berlin, AG selbst – aktiv war mit dabei

Am Europäischen Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen demonstrierten gegen Diskriminierungen,

die Aussonderung Menschen mit Behinderung  und die Verweigerung der Teilhabe am Leben mitten in der Gesellschaft.

Unter dem Motto “Bundesteilhabegesetz jetzt” liefen ca 1500 Menschen mit Behinderungen vom Bundeskanzleramt zum

Brandenburger Tor.

( Text und Fotos: Peter Marx )

Veröffentlicht: 27.04.2014 unter AG Selbst Aktiv Sachsen-Anhalt, selbstaktiv.de, SPD Sachsen-Anhalt

Selbst Aktiv hat einen neuen Vorstand gewählt -Katrin Gensecke bestätigt als Landesvorsitzende !

Selbst Aktiv und Gäste

Die Vielfalt aller Unterschiede ist der Reichtum unserer Gesellschaft.

Daher ist Partizipation behinderter Menschen im Gestaltungsprozess auf allen gesellschaftlichen Ebenen unser Anspruch auf dem Weg zu einer Inklusiven Gesellschaft in Sachsen Anhalt.

Mit diesen einleitenden Worten hatte Katrin Gensecke am 26.04.2014 die Mitgliedervollversammlung der AG Selbst Aktiv eröffnet und Marina Kermer ( MdB), Gerd Miedthank, stellvertretender Bundesvorsitzender Selbst Aktiv und Hans- Werner Eisfeld- stellvertretender Sprecher Landesausschuss Niedersachsen als Gäste herzlich begrüßt.

In den jeweiligen Botschaften appellierte Marina Kermer an die Arbeitgeber in Bezugnahme des bestehenden Fachkräftemangels im Lande . Die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung gestalte sich nach wie vor mit erheblichen Hindernissen beim Zugang zum Arbeitsmarkt! Die Stärken und  Leistungspotentiale behinderter Menschen sind Gewinn für unsere Gesellschaft! . Menschen mit Behinderung müssen gezielt an der richtigen Stelle eingesetzt und vermittelt werden. Die Bewusstseinsbildung und die Sensibilisierung für dieses Themengebiet sind hierbei wichtige Wegweiser für eine selbst bestimmte Teilhabe.

Gerd Miedthank stellt fest, dass die Neudefinierung des Behindertenbegriffs, nach Artikel 2 der UN-BRK eine wichtige Orientierung für die kommenden Jahre sein wird. Er bemerkt , dass Inklusion und Partizipation behinderter Menschen das Handeln in Politik und Gesellschaft prägt.

Die Selbst Aktiven fordern die Schaffung eines Bundesteilhabegesetzes , welches einkommens,  vermögensunabhänig und anrechnungsfrei gegenüber anderen Sozialleistungen gestaltet werden muss ! Am Gestaltungsprozess müssen auch Selbst Aktive- die Experten in der eigenen Sache direkt beteiligt sein und mit entscheiden können.

Außerdem rief er alle Beteiligten auf, sich aktiv am 5. Mai, dem Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung in Berlin zu beteiligen. Die AG Selbst Aktiv Bund wird hier mit einem Stand vertreten sein und hat eigens einen Flyer auch für die Wahlen zum Europaparlament entworfen, wirbt für ein barrierefreies Europa!

Hans -Werner Eisfeld schließt sich den Grußworten im Namen von Karl Finke, dem Bundesvorsitzenden an, der Kompetenzübertragung und Selbstvertretung behinderter Menschen in politischen Gremien zur Stärkung von Mandaten und Funktionen in Parlamenten in den Fokus der Aufmerksamkeit rückt .

Deshalb sind gerade bei politischen Vorhaben und Initiativen die Menschen mit Behinderung in dessen Gesetzgebungsprozesse zu beteiligen.

Was die Selbst Aktiven besonders glücklich stimmte , dass  neue Mitstreiter die Aktivitäten in den kommenden Jahren unterstützen wollen. Einer von ihnen ist Ronny Noske und  kann auf  Erfahrungen in der Vermittlung von schwerbehinderten Arbeitssuchenden zurückgreifen. Sein Wissen ist zielführend, gerade im  Bereich der Integration auf dem derzeitigen Arbeitsmarkt . Die AG Selbst Aktiv freut sich auf seine Unterstützung und vertraut auf eine  konstruktive Zusammenarbeit!

Ronny Noske -Herzlich-Willkommen!

Im Fortgang der Wahl, welche von Matthias Tietz, Landesvorsitzender der ASG in charmanter Art und Weise moderiert wurde flammte nach dem Rechenschaftsbericht  der Landesvorsitzenden eine themenintensive Diskussion auf.

Die Selbst Aktiven konstatieren, dass mit der Ratifizierung der UN-BRK im Jahr 2009 die Rechte von behinderten Menschen um Einiges  gestärkt wurden. Deutschland aber viele zu lange exklusiv gelebt hat. Der eingeleitete Paradigmenwechsel muss weiterhin kontinuierlich verfolgt werden.

Es ist an der Zeit, Inklusion als Menschenrecht endlich anzuerkennen. Weiterlesen »